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Verband Deutscher Arztinformationssystemhersteller und Provider e.V.

Technische Erläuterungen


Der VCS-Standard definiert einerseits den Kommunikationsweg, basierend auf Internet-Standards, andererseits Inhalt und Struktur für realisierte Geschäftsvorfälle der übermittelten Dokumente. Der Kommunikationsweg ist mit einer Reihe von Schutzmaßnahmen verknüpft, die zu jedem Zeitpunkt maximale Datensicherheit garantieren.

Definition des Übertragungsweges

Der Übertragungsweg ist so ausgelegt, dass sich der Anwender bei Benutzung der Anwendung jederzeit sicher sein kann, dass die Daten optimal geschützt werden. Hierzu werden folgende Punkte von den Modulen der VCS-Software automatisch berücksichtigt:

Authentifizierung: Die Sicherheitszertifikate beider Kommunikationspartner werden während des Versandvorgangs auf Gültigkeit geprüft. Sowohl eine Falscheingabe der Email-Adresse als auch der Versand an Unbefugte ist hierdurch ausgeschlossen.
Verschlüsselung: Das Dokument wird auf dem Rechner des Absenders auf die endgültige Zieladresse verschlüsselt. Diese Zieladresse kann von jedem Teilnehmer für seine Email-Adresse festgelegt werden, meist wird dies die Institutions-Adresse des jeweiligen Empfängers sein. Auch diese Information wird dem VCS-Modul des Absenders automatisch mitgeteilt, ohne dass dieser eingreifen muss. Aus Sicht des Anwenders erfolgt der Versand immer an eine persönliche Adresse. Eine solche (vom Empfänger festgelegte) Umleitung wird im Protokoll vermerkt.
Digitale Signatur: Jedes Teildokument der Email wird mit dem persönlichen Zertifikat des Absenders signiert. Diese digitale Unterschrift beweist dem Empfänger die Identität des Absenders und stellt die Echtheit der Daten sicher.
Quittungsbetrieb, inklusive Verfallsdatum bei Nichtzustellbarkeit: Bei Abruf der Email werden auf der Empfängerseite die Daten entschlüsselt und die enthaltenen Signaturen geprüft. Hierzu werden die Daten der zur Empfangsadresse gehörenden Zertifikatskarte benötigt, ohne sie ist ein Empfang gar nicht erst möglich. Nach korrekter Entschlüsselung und Signaturprüfung bekommt der Inhaber der enthaltenen Signatur (also der Absender) eine Quittung zugesandt, die ihm beweisbar bestätigt, dass der Versand erfolgt ist.


Durch die beschriebene Struktur des Datenversandes werden folgende Punkte sichergestellt:

Zuverlässige Sicherheit im Hintergrund: Der Anwender wird im Normalfall mit den komplizierten Vorgängen, die im Hintergrund im Interesse maximaler Datensicherheit ablaufen, nicht belastet. Er kann dennoch jederzeit durch Überprüfen der Protokollierung jeden der abgelaufenen Schritte nachvollziehen. Dies ermöglicht ein hohes Maß an Vertrauen bei minimaler Belastung.
Datenhoheit: Die Datenhoheit liegt, bis zum Versand an einen nach den oben erläuterten Kriterien geprüften Empfänger, alleine beim Absender. Sämtliche übermittelten Daten können direkt vor dem Versand im Überblick geprüft werden.

Definition von Inhalt und Struktur

Die Art der übertragenen Daten ist bei VCS nicht durch technische Bedingungen festgelegt sondern wird aufgrund der Anforderung, die Information strukturiert und damit aufschlüsselbar in standardisierter Form zu übermitteln, vom VDAP vorgegeben.
Für jeden Geschäftsvorfall (VCS-Arztbrief, -Überweisung etc.) ist festgelegt, welche Inhalte übertragen werden und in welcher Struktur dies geschieht. Um die Darstellung mitübertragener Dateien beim Empfänger sicherzustellen, sind eine Reihe von Dateiformaten festgelegt, für die entsprechende Viewer auf jedem System vorhanden sein müssen.
Derzeit ist die Definition des VCS-Arztbriefes fertiggestellt. Von der Struktur her handelt es sich um eine BDT-Datei mit festgelegten Datenfeldern. In Zukunft ist eine Überführung dieser Struktur in das XML-Format für diesen und andere Geschäftsvorfälle vorgesehen.

Mit diesem Vorgehen werden folgende Ziele erreicht:

Das jeweilige Dokument wird direkt aus dem System erstellt, wobei der Anwender wie gewohnt arbeiten kann.
Auf der Empfangsseite können die Informationen direkt dem entsprechenden Patienten zugeordnet und in die Karteikarte des Praxisverwaltungssystems übernommen werden. Auch hier greift der Anwender in gewohnter Art und Weise auf die Inhalte zu.
Durch genaue Vorgaben ist sichergestellt, dass die Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Systemen reibungslos abläuft und alle übermittelten Daten inklusive Attachements darstellbar sind.